Unsere Themen

Wir für hier

Wir Grüne setzen uns für die bestmögliche gemeinsame Entwicklung unserer Stadt ein. Dafür, dass viele Sichtweisen die grüne Politik prägen, steht unser buntes Team an Ratsmitgliedern, Sachkundigen Bürger*innen und Parteimitgliedern: Es umfasst junge Eltern und Rentner*innen, Schüler*innen und Student*innen, Pflege-Fachleute und Bildungs- und Sozialexpert*innen.

Mehr Grün für Meckenheim

Programm zur Kommunalwahl 2020

Wir möchten die Stadt von heute gestalten, aber denken dabei immer schon an die Zukunft. Unser Ziel ist, dass jede*r am Leben in Meckenheim teilnehmen und sich beteiligen kann – unabhängig von Herkunft, Alter, Geldbeutel oder Handicaps. Dazu haben wir uns viel vorgenommen. Unsere Themen sind:

Klima/Natur

GRÜN ist… Klimaneutralität in Meckenheim bis 2035

Der Schutz unseres Klimas ist die größte Zukunftsherausforderung. Klimaschutz kann nur gelingen, wenn alle Akteure den Ausstoß von Treibhausgasen verringern. Dabei müssen alle staatlichen Ebenen das gleiche Ziel verfolgen. Auch im Einklang mit unserer direkten Umgebung, den Städten und Gemeinden des Rhein-Sieg- Kreises und der Stadt Bonn streben wir die Klimaneutralität für die Stadt Meckenheim bis 2035 an. Dafür müssen konkrete Maßnahmen eingeleitet bzw. weiterverfolgt werden.

Wir wollen konsequente Energieeinsparung, Effektivität und Innovation bei der Energienutzung und den Ausbau regenerativer Energiegewinnung in der Region.

Dazu braucht es vielerlei Anstrengungen, deshalb fordern wir für Meckenheim einen Klimarat vor Ort in der städtischen Verwaltung, der alle städtischen Aktivitäten hinsichtlich der Klimarelevanz beurteilt, Schwachstellen und Lösungsmöglichkeiten aufzeigt, aber auch selbst initiativ werden kann. Dazu gehört auch der bewusste Umgang mit Energie im öffentlichen Raum. Energetische Aufklärung und Beratung muss intensiviert werden, so dass in jedem einzelnen Gewerbebetrieb oder Haushalt der Energiebedarf gesenkt bzw. optimiert werden kann. Die Schwelle für individuelle Solar-, Wind- oder Wärmelösungen soll dadurch abgebaut werden. Die Eindämmung unnötigen Energie- und Ressourcenverbrauchs ist ein wichtiger Baustein, deshalb setzen wir uns für ein Repair-Café in Meckenheim ein.

Den Herausforderungen des Klimawandels kann selbstverständlich keine Stadt alleine begegnen, deshalb fordern wir auch die konsequente Umsetzung des interkommunalen Klimaschutz- bzw. Klimaanpassungskonzeptes für die Region Rhein-Voreifel.

GRÜN ist… Klimaneutralität der Verwaltung bis 2030

Die Stadt selbst muss in diesem Prozess eine Vorreiterrolle übernehmen. Deshalb soll das Ziel „Klimaneutralität“ in ihrem direkten Einflussbereich bis 2030 erreicht sein. Hierzu gehören kurzfristig die Umstellung auf 100% Ökostrom und bis 2025 auch eine klimaneutrale Gasversorgung. Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energien sind auf möglichst allen Gebäuden der Stadt zu errichten.

Bei Neuanschaffung soll die Umstellung des städtischen Fuhrparks auf Elektro- oder wasserstoffbetriebene Fahrzeuge immer in Betracht gezogen werden. Bei Neubau oder Sanierung von Gebäuden im Eigentum der Stadt sollen höchste Energiestandards zur Anwendung kommen und ebenso Maßnahmen zur Klimawandelanpassung wie Dach- und Fassadenbegrünungen realisiert werden.

Für Vergabe- und Finanzanlageentscheidungen sind verbindliche Standards für Klima- und Umweltschutz bzw. Nachhaltigkeit zu formulieren. Diese sind dann auch konsequent anzuwenden.

GRÜN ist…mehr Natur vor Ort

„Gerne im Grünen leben und arbeiten“ ist das von allen Parteien im Rat der Stadt beschlossene Leitziel der Stadt Meckenheim. Für uns bedeutet das, dass nicht immer mehr Freiflächen geopfert werden dürfen. Außerdem, dass der Natur auf den freien Flächen Raum gegeben wird, sich artenreich entwickeln zu können, um Tieren Nahrung und Schutz zu bieten. Wir setzen uns für Erhalt und Schaffung von Flächen ein, die die Biodiversität so umfassend wie möglich zulassen.

Dazu wollen wir ein Gesamtkonzept zum Erhalt der biologischen Vielfalt in der Stadt erarbeiten, bei dem auch die Bürger*innen einbezogen werden. Für Bürger*innen und Unternehmen soll das Konzept Anreize schaffen, ihre Grundstücke naturnah zu gestalten. Privatpersonen möchten wir bei der umweltfreundlichen Gestaltung ihrer Freiflächen eine Beratung ermöglichen. Wir wollen Bodenversiegelung vermeiden, wo immer das möglich ist. So soll beispielsweise der Aufbruch versiegelter Flächen und die Begrünung von Dächern und Fassaden durch Betriebe oder Anwohner*innen durch eine Senkung der Abwassergebühr gefördert werden, wie es in anderen Städten und Gemeinden bereits der Fall ist. Bei Verstößen sollen alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft werden.

Wir fordern außerdem ein städtisches Bodenmanagement, um für einen pfleglichen Umgang mit den vorhandenen Flächen zu sorgen. Die Freiflächen und Wegränder in der Stadt und im Umland

sollen nachhaltig gepflegt werden. Das bedeutet blühende, insektenfreundliche, artenreiche Wiesen und Wegraine, die erst nach der Auskeimung gemäht werden und sanften, vogelfreundlichen Rückschnitt der Hecken außerhalb der Brutsaison (abgesehen von Verkehrssicherungspflicht). Die Schnitthöhe bei Mahd und Rückschnitt soll den Schutz von Kleintieren gewährleisten.

Das Grünflächenkonzept bedarf der regelmäßigen Fortschreibung unter Beachtung neuester Erkenntnisse zum Artenschutz. Die noch nicht umgewidmeten Trafo-Stationen sollen zu Brutplätzen für Vögel umgestaltet werden und die Straßenbeleuchtung unter Beibehaltung der Sicherheit insektenfreundlich, kosten- und energieeffizient gestaltet werden.

Kommunale Ausgleichsflächen sollen mit ihrer ökologischen Bedeutsamkeit eine höhere Beachtung erfahren und auch entsprechend in Meckenheim dokumentiert werden. Wir fordern daher den konsequenten Ausweis, die nachhaltige Pflege und Kontrolle der Ausgleichsflächen für Bauvorhaben.

Der Baumbestand und die Wälder der Stadt sind bedeutsam für die klimatische Entwicklung und bieten einen immensen Freizeitwert. Durch andauernde Trockenheit und Krankheiten sind sie aber im Stress. Es sind durch die Stadt geeignete Maßnahmen zu treffen, die es ermöglichen, diesen Bestand zu schützen und weiter zu entwickeln. Eine Baumschutzsatzung kann dafür ein erster Schritt sein.

Um dem Willen nach biologischer Vielfalt Nachdruck zu verleihen, soll die Stadt Meckenheim dem Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ beitreten, wie dies unsere Nachbarstadt Rheinbach bereits getan hat. Im Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit mit anderen Kommunen lassen sich auch ökologisch Projekte viel leichter realisieren.

Stadtentwicklung

GRÜN ist… da wohnen zu können, wo man leben möchte

Leben in Meckenheim soll lebendig und attraktiv für alle sein. Wir wollen im Wissen um ökologische Tragfähigkeit und soziale Verantwortung gemeinschaftliches Leben in der Stadt ermöglichen.

Neubaugebiete sollen als lebendige, attraktive, klimaneutrale und möglichst autofreie, generationenübergreifende Wohnquartiere geplant werden. Dabei sind die Bedürfnisse älterer und behinderter Menschen ebenso zu berücksichtigen wie die junger Familien. Neubaugebiete erfordern oft generell neue Routen oder Haltepunkte für den ÖPNV, wie dies z.B. auf der Wachtbergstraße der Fall ist (Neubaugebiet Merler Keil III).

Nicht alle können sich eine adäquate Wohnung auf dem freien Wohnungsmarkt leisten. Wir setzen uns dafür ein, dass sich die Stadt dazu verpflichtet, bei Neubaugebieten 30% der Wohneinheiten für den öffentlich geförderten Wohnungsbau zu reservieren und eine Quote für barrierefreie Wohnungen festzulegen. Diese Quoten sollen auch bei der Schließung von Baulücken (Nachverdichtung) sichergestellt sein.

Wir wollen Bodenspekulationen verhindern. Dazu soll die Stadt ihr Vorkaufsrecht für Bauland nutzen, um weitere planerische Optionen zu eröffnen. Bei der Vergabe von Baugrundstücken soll außerdem geprüft werden, ob dies als Erbbaurecht erfolgen soll. So kann auch jungen Familien der Erwerb von Wohneigentum ermöglicht werden.

Um die Zersiedelung der Stadt durch immer neue Baugebiete zu verhindern, soll zunächst der verfügbare Raum genutzt und unter Berücksichtigung der dringend notwendigen Frischluftschneisen Baulücken geschlossen werden. Für erschlossene Baugrundstücke in Neubaugebieten muss ein Baugebot durchgesetzt werden, um Brachflächen und weitere Baulücken zu verhindern.

Die vielen Frei- und Grünflächen in Meckenheim sollen von den Meckenheimer*innen und ihren Gästen auch genutzt werden können. Um das auch allen Menschen zu ermöglichen, wollen wir mehr Sitzmöglichkeiten schaffen und die vorhandenen aufwerten. Wir wollen außerdem, dass weitere Rundgänge, Wanderwege und Radrundtouren auf dem Stadtgebiet ausgewiesen werden und die nötige Infrastruktur in Form von z.B. Wanderparkplätzen zur Verfügung gestellt wird.

GRÜN ist… sicher unterwegs sein

Meckenheim erfreut sich großer Beliebtheit. Immer mehr Menschen möchten hier leben und arbeiten, es entstehen neue Wohn- und Gewerbegebiete. Auf dem Weg von und zur Arbeit oder Schule, aber auch in ihrer Freizeit sollen Menschen sich in Meckenheim sicher fühlen. Deswegen sollen Straßen und Wege in Meckenheim beleuchtet sein.

Die Gerhard-Boeden-Straße vom Bahnhof Industriepark nach Merl ist kaum beleuchtet. Für Besucher*innen und Spieler*innen des Sportplatzes in Merl, aber auch Pendler*innen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Bahnhof Industriepark kommen, bedeutet dies im Winter morgens und bereits am frühen Abend einen Heimweg in völliger Dunkelheit. Auch die Flerzheimer Allee und der Schwarze Weg zum Wohngebiet Bahnhof Kottenforst sowie die Bonner Straße zwischen Bahnhof und Lüftelberger Straße sind z.B. unbeleuchtet. Für diese Straßen, aber auch für andere, wenig frequentierte Straßen und Wege soll eine dynamische Bedarfsbeleuchtung mit insektenfreundlichen Leuchtmitteln eingerichtet werden. So werden gleichzeitig dem Sicherheitsbedürfnis der Bürger*innen Rechnung getragen und nachtaktive Insekten geschont.

GRÜN ist… nachhaltige Beschaffung

Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und soziales Handeln sind die zentralen Leitlinien für unser politisches Handeln. Wir setzen uns dafür ein, dass sich die kommunale Beschaffung, wie bereits in vielen anderen Städten und Gemeinden am Kompass für Nachhaltigkeit orientiert und nach Möglichkeit zertifizierte Produkte auswählt. Wir fordern weiter ein transparentes, öffentliches Ausschreibungsverfahren mit elektronischen Vergabeplattformen ein, nicht zuletzt um die kommunalen Ausgaben niedrig zu halten.

Bei allen Neubau- und Sanierungsvorhaben soll das Prinzip des nachhaltigen Bauens konsequent eingehalten werden. Nicht nur, weil Baustoffe endlich sind, sondern weil wir auch den nachfolgenden Generationen die Last der Entsorgung ersparen wollen. Hier soll die Cradle2Cradle-Strategie für eine durchgängige und konsequente Kreislaufwirtschaft umgesetzt werden.

GRÜN ist… transparente und effiziente digitale Verwaltung

eGovernment und die Digitalisierung der Verwaltung ermöglichen neue Kommunikations- und Interaktionswege zwischen Bürger*innen, Unternehmen und Verwaltung. Anträge und Anliegen können jederzeit online erledigt werden und es entfallen zeit- und kostenaufwändige Wege, die den Öffnungszeiten der Verwaltung angepasst werden müssen. Gleichzeitig können viele Abläufe vereinfacht und automatisiert werden, so dass in der Verwaltung mehr Kapazitäten für Sonderfälle zur Verfügung stehen. Behördengänge effektiver und schneller zu gestalten, spart auch Unternehmen Zeit und stärkt damit die lokalen Unternehmen.

eGovernment erhöht die Transparenz der Verwaltung und stärkt die Demokratie. Bearbeitungsschritte oder Informationswege werden besser erkennbar. Den Bürger*innen können Informationen leichter zugänglich gemacht werden. So wird eine intensivere Beteiligung erreicht und politische Willensbildung unterstützt.

Wir fordern daher einen konsequenten Ausbau der digitalen Verwaltung. Dazu gehört auch, dauerhafte Möglichkeiten für mobiles Arbeiten für die städtischen Bediensteten zu schaffen, wo dies möglich und sinnvoll ist. So wird auch familienfreundliches Arbeiten für die Mitarbeiter*innen der Verwaltung ermöglicht und Individualverkehr verringert.

Bildung

GRÜN ist… umfassende Bildung

Meckenheim zeichnet sich durch seine Familienfreundlichkeit aus. In den letzten Jahren sind immer mehr Familien, auch mit jüngeren Kindern, in unsere Stadt gezogen. Damit wir die Attraktivität insbesondere für diese Zielgruppe weiter verbessern können, ist es wichtig, sich von Geburt an konsequent für die Interessen von Familien einzusetzen. Daher betrachten wir Bildung als eine wichtige Säule in unserem Einsatz für ein grünes Meckenheim.

GRÜN ist… der Ausbau der Kita-Landschaft

Die Planung weiterer Neubaugebiete wird zu einem Zuwachs an Kindern im Vorschulalter führen. Die vorhandenen Kapazitäten der Kindertagesbetreuung werden mittel- bis langfristig nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken. Daher fordern wir einen konsequenten Ausbau der Kindertagesbetreuung. Neben Personal- und Platzbedarf sehen wir außerdem die Notwendigkeit, die Betreuungskapazitäten insbesondere in den sogenannten Randzeiten zu erweitern. So kann eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf insbesondere für Eltern, die im Schichtdienst arbeiten oder weite Pendelwege haben, erreicht werden.

Darüber hinaus unterstützen wir ausdrücklich die Gründung alternativer Kita-Formen wie beispielsweise einer Wald-Kita. Die Wald-Kita ermöglicht bereits im Vorschulalter wertvolle Erfahrung im Lebensraum Wald und nachhaltige Bildung. Diese wird in Rheinbach schon seit vielen Jahren erfolgreich betrieben und erfreut sich einer regen Nachfrage, auch von Meckenheimer Familien. Es wäre konsequent, dieses Konzept auch auf unsere Stadt zu übertragen.

GRÜN ist… ein gesichertes OGS-Angebot

Genau wie die vorschulische Betreuung trägt auch die OGS-Betreuung in den Meckenheimer Grundschulen zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei. Daher begrüßen wir ausdrücklich, dass in den letzten Jahren die Betreuungszahlen im Bereich der Offenen Ganztagsschulen kontinuierlich ausgebaut wurden.

Doch Quantität sollte nicht zu Lasten der Qualität gehen. Daher setzen wir uns dafür ein, dass die OGS-Träger eine auskömmliche Kindpauschale erhalten, um eine qualitativ hochwertige Betreuung der Kinder sicherzustellen und neben der Möglichkeit des freien Spiels ein abwechslungsreiches Angebot an Arbeitsgemeinschaften anbieten zu können. Dazu gehört für uns auch die faire Bezahlung aller im OGS-Bereich tätigen Mitarbeiter*innen.

Darüber hinaus fordern wir eine regelmäßige Evaluation der Betreuung an den einzelnen OGS-Standorten durch die Verwaltung. In Zusammenarbeit mit allen Beteiligten sollen so mögliche Probleme frühzeitig identifiziert und diesen rechtzeitig entgegengewirkt werden, um dauerhaft eine gute Qualität der OGS-Betreuung sicherstellen zu können.

GRÜN ist… die Förderung der inklusiven Beschulung in allen Schulformen

Durch die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist die inklusive Beschulung Realität an allen Schulformen geworden. Um diese im Schulalltag so umzusetzen, dass Schule allen Schüler*innen in ihrer individuellen Vielfalt gerecht wird, benötigt es aber nicht nur ausreichend, motivierte und engagierte Lehrkräfte, sondern vor allen Dingen auch ein angemessenes Lernumfeld.

Daher setzen wir uns für eine inklusionsgerechte Gestaltung der Räumlichkeiten aller Meckenheimer Schulen  ein.  Insbesondere im Zuge von Sanierungsarbeiten müssen konsequent die Bedürfnisse aller Schüler*innen mitgedacht und die Räumlichkeiten entsprechend gestaltet werden. Dazu gehört zum einen die Barrierefreiheit, um Schüler*innen mit körperlich-motorischen Einschränkungen wohnortnah beschulen zu können, zum anderen aber auch eine ausreichende Menge an Differenzierungs- und Besprechungsräumen in allen Gebäuden, um der Individualisierung des Unterrichts sowie dem im Rahmen der Inklusion gestiegenen Besprechungs- und Beratungsbedarf Rechnung tragen zu können.

Neben der räumlichen Ausstattung ist aber auch die personelle Ausstattung für eine gelingende inklusive Beschulung unerlässlich. Daher fordern wir regelmäßige Fortbildungsmöglichkeiten für die Kollegien – auch schulformübergreifend – zu Themen der Inklusion. Darüber hinaus ist für uns eine Unterstützung der Lehrkräfte durch eine ausreichende Zahl an Sonderpädagog*innen und Schulsozialarbeiter*innen unerlässlich, um Schule als Lern- und Lebensraum für alle erfolgreich zu gestalten.

GRÜN ist… konsequente Digitalisierung aller Bildungsbereiche

Nicht erst seit der Corona-Krise ist deutlich geworden, dass der Digitalisierung gerade im Bildungsbereich größere Aufmerksamkeit zukommen sollte. Hier bietet der Digitalpakt des Bundes eine erste Möglichkeit, die technische Ausstattung der Meckenheimer Schulen zu verbessern und das Lernen den Herausforderungen einer immer digitaler werdenden Welt anzupassen.

Um die Chancen des Digitalpakts auch für unsere Stadt nutzbar zu machen, fordern wir die Erarbeitung eines Digitalkonzepts, das alle Bildungsbereiche von der Kita bis zum Abitur integriert betrachtet. Die Bündelung der Bedürfnisse und Interessen aller Bildungseinrichtungen trägt dazu bei, die Schulen mit möglichst einheitlichen Hard- und Software-Lösungen auszustatten. Dies erleichtert zum einen die Schulformübergänge in digitaler Hinsicht für die Schüler*innen und entlastet die Familien durch eine bessere Planbarkeit der Ausstattung mit privaten digitalen Endgeräten. Zum anderen wird so auch eine bessere Betreuung der digitalen Infrastruktur der einzelnen Bildungseinrichtungen durch die Stadtverwaltung Meckenheim als Träger ermöglicht. Um Digitalisierung möglichst nachhaltig und für alle erreichbar zu machen, setzen wir uns außerdem für Finanzierungs- und Förderkonzepte, wie beispielsweise den Mietkauf ein.

Daher fordern wir die Einrichtung eines Kompetenzteams für die Digitalisierung der Bildungseinrichtungen in der Verwaltung, die sich neben der Beschaffung von Hard- und Software auch um deren Wartung sowie um die Datensicherheit in allen Bildungseinrichtungen kümmert, so dass allen gleiche und ausreichende Ressourcen zur Verfügung stehen.

Neben der Ausstattung mit Infrastruktur ist für uns die ständige Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften und anderen (pädagogischen) Mitarbeiter*innen zum sinnvollen Einsatz digitaler Medien im Bildungsbereich unerlässlich. Insbesondere in Zeiten von Lernen auf Distanz müssen diese vollumfänglich und sinnvoll nutzbar sein. Deshalb fordern wir regelmäßige Fortbildungen aller Kollegien zu digitalen Themen.

GRÜN ist… die Gesundheitsförderung für alle Schüler*innen

Schule hat einen erheblichen Anteil am Gesundheitsbewusstsein und der langfristigen Gesundheit der Schüler*innen. Insbesondere im Ganztagsbereich sind ein gesundes und ausgewogenes Mittagessen sowie ausreichende Bewegungsmöglichkeiten unverzichtbar.

Deswegen setzen wir uns dafür ein, dass bei der Auswahl der Caterer für die Schulmensen auf gesundes Essen, möglichst aus regionaler und nachhaltiger Produktion, geachtet wird. Die Stadt sollte bei Bedarf Zuschüsse zum Schulessen gewähren, um gesundes Schulessen für alle Schüler*innen finanzierbar zu machen.

Darüber hinaus fordern wir die Erweiterung des Bewegungsangebots in den Pausen, insbesondere in der Mittagspause, vor allem im Bereich des Schulcampus. Hier sind auch schulformübergreifende Angebote in Kooperation mit externen Partnern aus der freien Kinder- und Jugendarbeit oder den Meckenheimer Sportvereinen denkbar.

Soziales

GRÜN ist… sozialer Zusammenhalt

GRÜNE denken inklusiv, d.h. wir möchten die unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen, junge und alte Menschen, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, Menschen mit und ohne besonderen Förderbedarf, Familien und Einzelpersonen, Menschen mit und ohne Arbeit darin unterstützen, selbstbestimmt und gerne in Meckenheim zu leben.

GRÜN ist… generationsübergreifend

Der demografische Wandel macht sich auch in Meckenheim bemerkbar. Dafür muss rechtzeitig vorgesorgt werden. Altersgerechtes Wohnen, möglicherweise in Mehrgenerationenhäusern, ist eine Alternative, die wir unterstützen wollen. Dazu gehören aber auch der Ausbau der Tagespflege, um Angehörige zu unterstützen sowie zusätzliche Plätze in Alten- und Pflegeheimen.

Um verschieden Bevölkerungsgruppen in ihren Bedürfnissen gerecht zu werden, fordern wir die Einführung einer regelmäßigen Sozialraumkonferenz mit den lokalen Akteuren zu den jeweils akuten Fragestellungen bei Kindern, Jugendlichen, Familien, Senior*innen und Migrant*innen unterschiedlicher Kulturen in unserer Stadt, um damit schnell einen Gesamtblick zu erhalten. Mängel oder Fehlentwicklungen können frühzeitig erkannt und behoben werden.

GRÜN ist… eine bunte Gesellschaft

In unserer Stadt leben Menschen aus vielen Teilen der Welt. Sie sollen sich hier heimisch fühlen und am Leben aktiv teilhaben können. Unser Ziel ist es, Integration aktiv zu fördern. Wir fordern weitere Initiativen der Stadt, Migrant*innen auf dem Wohnungsmarkt und im öffentlichen Leben zu fördern und Aktivitäten der Bürger*innen zu unterstützen, die niederschwellig Begegnungen zwischen den Kulturen ermöglichen.

GRÜN ist… die Anerkennung ehrenamtlicher Arbeit

Die Corona-Krise hat gezeigt: Die Hilfsbereitschaft ist groß, vieles kann nur gemeinsam bewerkstelligt werden. Oft scheitern jedoch Hilfsangebote an konkreten Anlaufstellen, Einsatzmöglichkeiten und Vernetzung der Partner. Für solche und andere Situationen sollen daher Hilfsprojekte stärker gefördert werden. Dazu wollen wir die Vernetzung der Initiativen, Vereine und Organisationen fördern. Aufbauend auf dem bereits bestehenden Angebot des Freiwilligenzentrums setzen wir uns dafür ein, eine Datenbank einzurichten, in der Helfende mit ihren Fähigkeiten und Ideen mit den Projekten und Vereinen und deren Unterstützungsbedarf zusammengebracht werden.

Das ehrenamtliche Engagement in Meckenheim ist groß, doch fehlt es an der Wertschätzung. Wir fordern, dass die Stadt diese den ehrenamtlich Tätigen zeigt: mit der schnellen Einführung der Ehrenamtskarte. Als eine der letzten Kommunen im Rhein-Sieg-Kreis hat die Stadt Meckenheim die – für sie kostenfreie – Karte bisher noch nicht eingeführt. Wir setzen uns dafür ein, dass die Verwaltung dann auch gemeinsam mit lokalen Unternehmen Vorteile, beispielsweise bei Veranstaltungen, Eintritten oder Einkäufen ermöglicht.

GRÜN ist… die Förderung einer aktiven Jugendbeteiligung

Gerade im Hinblick auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu mündigen Bürgern ist Demokratiebildung auch außerhalb der Schule unerlässlich. Daher setzen wir uns für die Förderung einer starken Jugend in Meckenheim, vor allem durch einen aktiven Jugendrat ein.

Der Jugendrat soll einerseits durch die von ihm organisierten Veranstaltungen und andererseits als Interessenvertretung und Sprachrohr der Jugend einen Mehrwert für die Jugendlichen in Meckenheim darstellen können. Sein Engagement soll von den Bürger*innen der Stadt Meckenheim wertgeschätzt werden. Wir fordern dazu eine noch engere Zusammenarbeit zwischen dem Jugendrat und den politischen Gremien der Stadt sowie der Verwaltung. So sollen Vertreter*innen des Jugendrates nicht nur Mitglieder im Jugendhilfeausschuss sein, sondern ihre Anliegen in allen Ausschüssen vorbringen können und in deren Umsetzung durch die Verwaltung unterstützt werden.

Darüber hinaus sollten auch weitere Formate der Jugendbeteiligung über den Jugendrat hinaus geprüft werden. Beispiele hierfür wären Jugendforen, in denen sich interessierte Kinder und Jugendliche zu einem Schwerpunktthema austauschen oder Projekte zur Demokratieförderung in der Kommune, die in Kooperation mit den örtlichen Schulen durchgeführt werden.

GRÜN ist… lebendige Kinder- und Jugendarbeit

Die offene und verbandliche Kinder- und Jugendarbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur Freizeitgestaltung in Meckenheim. Damit diese Möglichkeiten weiterhin in ihrer großen Bandbreite erhalten bleiben, setzen wir uns für eine konsequente Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit durch die Stadt Meckenheim ein. Dazu gehören neben der engen Kooperation aller Beteiligten und der finanziellen Unterstützung der Jugendarbeit durch die Kommune auch die Sicherstellung der personellen und räumlichen Ausstattung der Träger der Kinder- und Jugendarbeit. Aktuell fehlt es z.B. an räumlichen Kapazitäten für das Angebot “Kinder City”.

GRÜN ist… im Notfall Hilfe zu bekommen

Für medizinische Notfälle sind die Meckenheimer*innen auf schnelle Hilfe aus den Nachbarstädten angewiesen. Durch die neuen Wohngebiete werden die Anfahrtswege für den Rettungsdienst länger. Immer öfter müssen auch Rettungsmittel aus Bonn aushelfen. Bei einem lebensbedrohlichen Notfall zählt jedoch jede Sekunde. Deswegen fordern wir, dass sich die Stadt beim Rhein-Sieg-Kreis als Träger des Rettungsdienstes dafür einsetzt, einen Rettungsdienst-Standort in Meckenheim zu errichten.

Außerdem fordern wir, dass die Stadt sich beim Kreis dafür stark macht, das System “mobile Retter” nach langen Jahren der Beratungen zeitnah einzuführen. Medizinisch qualifizierte, freiwillige Ersthelfer*innen, die sich in unmittelbarer Nähe zum Notfall befinden, werden über ihre Smartphones geortet durch die Leitstelle automatisch parallel zum Rettungsdienst alarmiert. So können sie sehr oft schneller als der Rettungsdienst am Notfallort sein und bis zu dessen Eintreffen lebensrettende Maßnahmen einleiten, die gerade in den ersten Minuten oft entscheidend sind. Die Rettungskette wird somit gestärkt, ohne etablierte Strukturen zu verändern.

Wir fordern Rettungsschilder in Waldgebieten, um Besucher*innen und Bürger*innen auch im Wald um Meckenheim die Sicherheit zu geben, dass sie im Notfall schnelle Hilfe erhalten, indem sie ihren Standort genau mitteilen können, wie sie es bereits aus den Nachbarkommunen kennen.

GRÜN ist… für den Notfall vorzusorgen

Trockenheit und Starkregenereignisse werden in den nächsten Jahren zunehmen. Brände und Überschwemmungen sind die Folge. Um diesen und den alltäglichen Gefahren zu begegnen, ist ein wirksamer Bevölkerungsschutz wichtig. Dazu gehört neben einer leistungsfähigen Feuerwehr und Einheiten aus dem Zivil- und Katastrophenschutz auch die Stärkung der Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung. Um auf Gefahrenereignisse angemessen reagieren zu können, ist zudem regelmäßige Übung notwendig. Dazu sollen gemeinsame Übungen von Verwaltung und Feuerwehr unter Einbeziehung der Organisationen und Bürger*innen etabliert werden. Zur Vorbereitung auf großflächige Stromausfälle sollen Stromgeneratoren beschafft werden, um die Handlungsfähigkeit von Verwaltung und Bevölkerungsschutz bei großflächigen und anhaltenden Stromausfällen aufrecht zu erhalten. Außerdem soll die Stadt über ihre Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und zur Vorbereitung auf besondere Ereignisse berichten. Wir setzen uns außerdem dafür ein, dass in der Verwaltung eine hauptamtliche Unterstützung für Feuerwehr und Bevölkerungsschutz geschaffen wird.

Der Katastrophenschutz liegt in der Verantwortung des Rhein-Sieg-Kreises. Während die Stadt ihren Brandschutzbedarfsplan regelmäßig überprüfen und aktualisieren muss, ist dies für den Katastrophenschutz nicht der Fall. Wir setzen uns dafür ein, dass sich die Stadt beim Rhein-Sieg-Kreis für eine Anpassung des Katastrophenschutzplans stark macht, um den Bürger*innen ein Höchstmaß an Schutz und Sicherheit zu bieten – auch im Katastrophenfall. Ebenso sollen auch diese Pläne, wie bei den Brandschutz- und Rettungsdienst-Bedarfsplänen vorgeschrieben, einer regelmäßigen Überprüfung unterzogen werden, um ein Mindestmaß und den örtlichen Gegebenheiten entsprechendes Schutzniveau zu erreichen.

Sicherheit und Selbstschutz beginnen bei den Bürger*innen selbst. Um dies zu erreichen, müssen das Bewusstsein dafür geschaffen und die richtigen Maßnahmen regelmäßig wiederholt werden. Daher setzen wir uns dafür ein, dass in Meckenheimer Kindertageseinrichtungen und Schulen regelmäßig Erste Hilfe-Kurse mit Selbstschutzanteilen auch über die vom Bund geförderten Kurse hinaus eingeführt werden.

Mobilität

GRÜN ist… fahrradfreundlich

Meckenheim ist bereits eine „fahrradfreundliche Stadt” – doch es geht noch besser. Wir setzen uns dafür ein, dass bei der Planung und dem Ausbau von Fahrradwegen auf ausreichend Platz für Lastenräder und Anhänger geachtet wird und bestehende Durchfahrtsperren für solche Fahrräder sowie (Elektro-)Rollstühle passierbar gemacht werden. Wo möglich, sollen Fahrradstraßen eingerichtet werden. Dort, wo dies nicht möglich ist, werden durch Farbmarker und Poller geschützte Fahrradstreifen („protected bike lanes“) geschaffen. Kreuzungsbereiche werden fahrradfreundlich und sicher gestaltet. Auch außerhalb der Stadtteilzentren sollen ausreichend geeignete und, wo erforderlich, auch abschließbare Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen werden.

Fahrrad fahren in und um Meckenheim ist attraktiv. Arbeitnehmer der Meckenheimer Betriebe und auch Ausflugsgäste aus dem Umland reisen oft mit der Bahn an. Um Arbeitsplätze, Ausflugsziele oder Wohnorte von den Bahnhöfen auch ohne eigenes Fahrrad erreichbar zu machen, werden die Angebote für Mieträder ausgebaut.

Zusätzlich zu den bereits bestehenden Angeboten werden mehr Ausleihstationen in den Ortskernen und an den Meckenheimer Bahnhöfen eingerichtet, an denen zusätzlich zu den e-Bikes auch normale Räder und Lastenräder geliehen und stationsunabhängig zurückgegeben werden können.

GRÜN ist… gemeinsam unterwegs zu sein

Immer mehr Menschen wohnen gern in Meckenheim. Die Neugestaltung der Hauptstraße war ein wichtiger Schritt, gemeinsame Nutzung von Verkehrsflächen für Fußgänger, Rad- und Autofahrer sicher zu ermöglichen. Wir setzen uns dafür ein, dass bei Neuplanungen überall da, wo es möglich ist, Shared Spaces für Fußgänger, Radfahrer und Autos eingerichtet werden. Wo dies nicht möglich ist, sollen verkehrsberuhigte Zonen („Spielstraßen”) oder ein Tempolimit von 30 km/h eingerichtet und durch bauliche Maßnahmen durchgesetzt werden. Für die Lenkung des Schwerlastverkehrs werden intelligente Konzepte erarbeitet, die allen Beteiligten entgegenkommen.

GRÜN ist… attraktiver Nahverkehr

Der Weg zur Arbeit oder zu Freizeitaktivitäten soll kein Argument mehr sein, ein Auto anschaffen zu müssen. Deswegen setzen wir uns dafür ein, dass die Anbindung der Ortschaften und Siedlungen an den ÖPNV durch bedarfsgerechte Lösungen auch in den Randzeiten verbessert wird. Häufigere Verbindungen, Nachtbusse und Mitnahmeangebote von Bürger*innen für Bürger*innen an Mitnahmepunkten sind hierzu prüfenswerte Optionen.

Die Elektrifizierung und der zweigleisige Ausbau der Voreifelbahn S23 hat bislang lediglich Planungsstatus. Wir befürworten eine schnelle Umsetzung des Vorhabens. Außerdem fordern wir einen regelmäßigen Halt am Bahnhof Kottenforst, damit Anwohner*innen der Siedlung und Besucher*innen auch an Werktagen den ÖPNV nutzen können.

Nicht jede Erledigung ist ohne Auto möglich. Wir setzen uns dafür ein, ein Carsharing-Angebot mit Elektro-Fahrzeugen einzurichten. So werden notwendige Autofahrten auch für die Mitbürger*innen möglich, die auf ein eigenes Auto verzichten.

Wirtschaft

GRÜN ist… Sicherung des lokalen Handels

Meckenheim hat insbesondere durch die beiden Zentren rund um die Hauptstraße und den Neuen Markt eine besondere Herausforderung für den lokalen Einzelhandel. Hier gilt es, eine förderliche Atmosphäre zu schaffen. Die Förderung der Außengastronomie muss auch nach dem Auslaufen der derzeitigen Sonderbestimmungen ein Ziel der Stadt sein. Ebenso müssen alle städtischen Veranstaltungen stärker unter Berücksichtigung des lokalen Einzelhandels und der Obstbauern und -bäuerinnen geplant und durchgeführt werden.

Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Raums, insbesondere am Neuen Markt stellt für uns ebenfalls einen entscheidenden Beitrag zur Unterstützung des Einzelhandels dar. Bei allen Planungen zur „Parkpalette“ am Neuen Markt sind immer auch weiterführende Konzepte, wie beispielsweise die Verknüpfung eines Parkhauses mit sozialem Wohnungsbau und der Schaffung von Naturflächen mit Bäumen zu berücksichtigen.

GRÜN ist… die Stärkung der Marke “Apfelstadt”

Unsere Marke „Apfelstadt” stellt eine besondere Wertschätzung für unsere heimische Landwirtschaft dar. Wir bekennen uns ausdrücklich zu unseren „namensgebenden“ landwirtschaftlichen Betrieben, welche auch im überregionalen Kontext eine wichtige Rolle spielen (40% der NRW-weiten Flächen von Baum- und Beerenobst sind im Rhein-Sieg-Kreis zu finden). Zur Stärkung unserer heimischen Wirtschaft und zur Förderung des Standortvorteiles in Meckenheim ist es für uns wichtig, das Markenimage weiter auszubauen und den überregionalen Bekanntheitsgrad zu steigern.

GRÜN ist… Förderung ökologischer Konzepte in der Landwirtschaft

Landwirtschaft muss erlebbar gemacht werden. Nur so erreichen wir mehr Wertschätzung regionaler Produkte und damit die Akzeptanz für faire Preise, damit in unseren Feldern kein Gift mehr gespritzt werden muss, Düngung reduziert werden kann und gute Arbeitsbedingungen herrschen. Belohnt werden wir nicht nur durch gesunde Produkte und eine intakte, artenreiche Kulturlandschaft, sondern auch durch einen höheren Freizeitwert, wie er sich jetzt schon in der „Apfelroute“ manifestiert.

Aufklärung und aktive Partizipation unserer Meckenheimer Bürger*innen (z.B. Obst zum Selbstpflücken) ermöglicht die Sensibilisierung für die besonderen Herausforderungen, die mit diesem Wirtschaftszweig verbunden sind. Wir unterstützen und fördern alle Anstrengungen unserer Landwirt*innen, die in diese Richtung gehen.

Eine Wasserversorgung zur Frost- und Trockenberieselung muss für unsere Obstbauern und -bäuerinnen zu einem bezahlbaren Preis sichergestellt sein. Ansonsten bleibt Meckenheim langfristig keine Apfelstadt!

GRÜN ist… Unterstützung regionaler Vermarktungskonzepte

Der Wirtschaftsstandort Meckenheim ist durch die breite Ansiedlung von Landwirtschaftsunternehmen geprägt. Im Preiskampf mit dem (überregionalen) Großhandel ist es wichtig, attraktive Absatzkonzepte zu erhalten und sofern möglich weiter auszubauen.

Wir bekennen uns zum Direktvertrieb unserer Landwirtschaftsbetriebe. Insbesondere bei der Versorgung der Randgebiete stellen die Hofläden einen wichtigen Bestandteil der täglichen Versorgung dar.

Gerade die Stadtteile, in denen Güter des täglichen Bedarfs nicht ohne Verkehrsmittel zu erreichen sind, dürfen bei der Anbindung an solche Versorgung nicht vernachlässigt bleiben. Wir setzen uns daher für eine Unterstützung regionaler Konzepte, wie beispielsweise der „Marktschwärmer” oder Dorfläden ein. Diese stellen gerade für die Ortskerne eine wichtige Möglichkeit dar, auf Verkehrsmittel zu verzichten. .

Neben den klassischen und etablierten Wochenmärkten eröffnet das Konzept der Abendmärkte die Möglichkeit gerade für Berufstätige, die Vorzüge eines regionalen Marktes ebenfalls zu nutzen und das Zentrum auch in den Abendstunden zu beleben. Pilotversuche in anderen Gemeinden haben hier bereits ein starkes Interesse nachgewiesen. Gleichzeitig werden die Direktvermarktungsmöglichkeiten für unsere heimische Wirtschaft gestärkt und die Abhängigkeiten vom Großhandel reduziert. Wir setzen uns daher dafür ein, dass die Stadt Meckenheim ein solches Konzept realisiert.

GRÜN ist… eine bessere Nutzung der Jungholzhalle

Die Investitionen der Stadt Meckenheim in die Jungholzhalle haben einen modernen und attraktiven Veranstaltungsort geschaffen. Die Buchung der Jungholzhalle bleibt jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Kultur- und Veranstaltungsangebote sorgen für die Steigerung der Attraktivität unserer Stadt. Wir fordern die Verwaltung daher dazu auf, ein Konzept zur besseren Vermarktung der Jungholzhalle zu erarbeiten und diese nötigenfalls personell zu verstärken.

GRÜN ist… flächendeckende Breitbandversorgung

Selbst im Jahr 2020 ist die flächendeckende Versorgung mit schnellem Breitbandanschluss immer noch nicht sichergestellt. Bestehende Verträge zum Glasfaserausbau müssen nun zügig umgesetzt werden, damit der Wirtschaftsstandort Meckenheim gestärkt wird und keine Wettbewerbsnachteile für unsere heimische Wirtschaft entstehen. Während der Corona-Krise traten im Bereich der Datenverbindungen vielerorts Mängel zutage. Wir erwarten von der Verwaltung eine klare Analyse für unser Stadtgebiet und zügig geeignete Schritte, Lücken in der schnellen Datenversorgung auch bei den privaten Haushalten zu beheben. Home Office und auch Lernen auf Distanz sind nur mit ausreichend guter und bezahlbarer Internetanbindung sinnvoll möglich. Hierbei darf der Fokus nicht nur auf den für Anbieter rentablen Bereichen liegen, sondern muss übergreifend als Flächenpaket für Gesamt-Meckenheim betrachtet werden.

GRÜN ist… Förderung innovativer Arbeitsformen

Die Entwicklungen der letzten Wochen und Monate haben eindrücklich gezeigt, dass die Digitalisierung im Arbeitsalltag unaufhaltsam voranschreitet. Home Office ist für die meisten Arbeitnehmer*innen heutzutage eine Möglichkeit, ohne den täglichen Arbeitsweg klimaeffizient und familienkonform zu arbeiten. Neben der Einrichtung der dazu notwendigen Infrastruktur für alle Bürger*innen Meckenheims setzen wir uns insbesondere auch für die Förderung neuer Arbeitsmodelle ein. Dabei muss entgegen dem bisherigen festen Arbeitsort die Möglichkeit zur Nutzung von Co-Working-Möglichkeiten in Betracht gezogen werden. Auch in Meckenheim brauchen wir entsprechende Angebote, die von Selbständigen und Startups genutzt werden können.

GRÜN ist… Klima- und Umweltschutzkriterien für den Unternehmerpark Kottenforst

Die Etablierung des Unternehmerparks Kottenforst als Angebot für Unternehmen, die sich der Generationenverantwortung und dem Klimaschutz verpflichtet fühlen, sehen wir als wichtigen Schritt zur zukunftsorientierten Wirtschaftsplanung. Gleichzeitig scheint die Ansiedlung neuer Unternehmen im Unternehmerpark eher langsam voran zu gehen. Wir sehen die Verantwortung für den weiteren Ausbau des Unternehmerparks bei der Stadt Meckenheim und werden uns daher für eine wirkungsvollere Akquise von neuen Partner*innen einsetzen. Gleichwohl werden wir uns gegen eine Aufweichung der Ansiedlungskriterien wenden, da wir die Unterstützung dieser zukunftsorientierten und nachhaltigen Art der Wirtschaft als essenziell erachten.

Denn die Anbindung des Unternehmerparks Kottenforst an den bio innovation park Rheinland e.V. und damit an die Wissenschaft ist eine großartige Chance, die Meckenheim für die Ansiedlung neuer Technologien nutzen muss, z.B. wenn es um die bis zu 100%ige Rückführung von verwendeten Ressourcen in die Kreisläufe geht.

10-Jahres-Plan

Für den Zeitraum der Haushaltssicherung, die Jahre 2016 bis 2026, hat die Fraktion ihre Ziele und Prioritäten in einem „10-Jahres-Plan“ festgehalten. Dieser findet sich hier.

Egal, ob Zustimmung oder Widerspruch: Wir möchten mit Ihnen über unsere Ziele ins Gespräch kommen. Wie stellen Sie sich Meckenheim im Jahr 2026 vor? Schreiben Sie uns eine Mail (partei@icasys.net), rufen Sie uns an oder kommentieren Sie unsere Ziele hier auf unserer Homepage.

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